malerei2020peinture
malerei2020peinture ist eine Kooperation zwischen der Kunsthochschule Mainz und der ÉSBA Toulouse. Seit 2008 bemühen sich Prof. Winfried Virnich und Prof. Katharina Schmidt um eine Zusammenarbeit, seit Juni 2010 wird das Forschungsprojekt von der Johannes-Gutenberg-Universität gefördert. Es zielt auf die Hervorbringung und Positionierung malerischer Handlungsträger im Spiegel der deutschen und französischen Nationalkulturen. Dabei ist durch den Hinweis auf 2020 der Anspruch formuliert, Utopien zu entwickeln und junge Künstler zu fördern, die bis 2020 Entscheidendes zur Entwicklung der Malerei beitragen können. Wesentlich ist die Begegnung, die der künstlerischen Arbeit neue Impulse gibt. Der Austausch geschieht auch in der Untersuchung der spezifischen Wahrnehmung von Malerei in den beiden Ländern und des jeweiligen Diskurses in Kunstwissenschaft, Ästhetik und Philosophie. Zahlreiche Workshops und Reisen begleiten das Projekt, die sowohl Treffen in Mainz bzw. Toulouse, aber an anderen Orten, wie besonders Berlin oder Paris ermöglichen. 2012 endet das Projekt mit einer Doppelausstellung in Frankreich und Deutschland, zu der auch ein Katalog entsteht, der in zahlreichen Abbildungen und Texten die Ergebnisse des Projektes dokumentiert. Partner hierzu ist in Deutschland das Ludwig Museum Koblenz, insbesondere Frau Dr. Reifenscheid-Ronnisch. In Frankreich konnte das L.A.C. in Sigean mit Frau Layla Moget als Partner gewonnen werden.Wir fördern durch die gemeinsame künstlerische Arbeit (z.B. in kleinen Ausstellungen, sog. EP's) den Austausch, aber natürlich auch die Kompetenz des Einzelnen. Je näher die am Ende stehende Ausstellung rückt, desto mehr verdichtet sich der Diskurs in Präsentationen und Interventionen, die fortlaufend die Entwicklung der Zusammenarbeit abbilden.
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VERANTWORTLICHE
Winfried Virnich
1955 geboren in Eschweiler. 1977-1980 Musikstudium an der RWTH Aachen. 1980-1987 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Raimund Girke. 1987 Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn e.V. 1987-1989 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. 1989-1990 Lehrauftrag Kunstakademie Münster. Seit 1997 Professur für Malerei an der Akademie für Bildende Künste Mainz, seit 2004 Rektor. Seit 2010 stellvertretender Sprecher der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen.
Lotte Günther
(*1983) studierte Malerei bei Winfried Virnich (Kunsthochschule Mainz), Katharina Schmidt (ESBA Toulouse) und Pia Fries (UdK Berlin). 2008 erhielt sie ein Förderungsstipendium der Johannes Gutenberg Universität Mainz und legte Anfang 2009 das erste Staatsexamen ab. Seit Juni 2010 ist sie künstlerische Mitarbeiterin für das Projekt malerei2020peinture. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
www.lotteguenther.de
Katharina Schmidt
studierte von 1982 bis 1991 Kunstgeschichte an der TU-Berlin und von 1992 bis 1996 freie Kunst an der Kunsthochschule Münster, bei Ulrich Erben. Seit 2004 unterrichtet sie Malerei an der Ecole supérieure des Beaux-Arts, Toulouse. Katharina Schmidt lebt und arbeitet in Marseille und Berlin.
www.katharinaschmidt.com
Hervé Sénant
1985 bis 1990 Ecole des Beaux-Arts Rennes danach Bordeaux. 1991 bis 1995 Université de Bretagne occidentale und Université de Haute-Bretagne, Fachbereich Philosophie. 1996 Staatsexamen. 2003 bis 2011 studierte er Kunstgeschichte unter Eric de Chassey und Eric Michaud an der Universität Rabelais (Tours) und an der Ecole des Hautes Etudes en Science Soziales (Paris). Im Moment schreibt er seine Doktorarbeit über den Begriff der Strategie in der künstlerischen Praxis. Hervé Sénant hat außerdem mehrere Jahre bei dem Galeristen Jean Fournier gearbeitet und über Malerei geschrieben. Er lehrt seit 2003 regelmäßig an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts und unterrichtet seit 2009 zeitgenössische Kunstgeschichte an der Ecole supérieure des Beaux-Arts Toulouse. Er lebt und arbeitet in Paris.