Umweltgestaltung / Prof. Peter G. Lieser

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Inhalt und Ziel des Studiums der Umweltgestaltung ist, die Wahrnehmung für die gebaute und ungebaute Umwelt und ihre komplexen Zusammenhänge im räumlichen Kontext zu schärfen und die Studierenden in der Erarbeitung einer eigenen künstlerischen Position zu fördern.

Architektur, Städtebau und Urbanität in Stadträumen, in Regionen und Agglomerationen, innen und außen, in gestalteten Landschaftsräumen, in Brachen und in ungestalteter Natur sind die Bezugsfelder der Studienobjekte und der durchgeführten Projekte.
Die Wahl der medialen Form ist hierbei nicht auf eine Technik begrenzt und umfasst das Spektrum künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten.

Die Themen umfassen die ästhetisch-künstlerischen Ebenen der gestalteten Umwelt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und ihre verbundenen technologischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Grundlagen. Raum, Zeit und Gestalt werden im projektorientierten Studium der Umweltgestaltung in ein gesellschaftsbezogenes Verhältnis gesetzt.
Persönliche Wahrnehmungen, Recherchen und theoretische Studien bilden die Grundlage für künstlerisch-praktische Ausdrucksformen, insbesondere in Fotografie und Film/Video, Simulations- und Animationstechniken, aber auch klassische künstlerische Fähigkeiten finden Anwendung. Künstlerische Interventionen für Orte im authentischen räumlichen Kontext werden - konzeptionell, modellhaft oder real - entwickelt.
Zum Abschluss der Projekte finden Präsentationen statt – zumeist vor Ort und öffentlich. Komplexe Zusammenhänge werden forschend erfasst, bearbeitet und begleiten in Texten und Vorträgen die Visualisierung der Konzepte.

Größere Exkursionen zu Orten und Regionen (z.B. Dessau-Bitterfeld, Ruhrgebiet, Saarland, Los Angeles), die durch aktuelle Veränderungsprozesse auf sich aufmerksam machen und ihre Entwicklungen mittels Architektur, Kunst und Landschaft in ein neues Verhältnis setzen, runden die üblichen Tagesexkursionen ins Umfeld, in die Stadt Mainz und in die Region Rhein-Main ab.